Mit einem neu geschaffenen Preis ehrt der RC
Sissach-Oberbaselbiet junge Auszubildende, die in besonderem Masse Hürden
meistern oder besonderen Einsatz zeigen.
Die «Auszeichnung für aussergewöhnliche Ausbildung» richtet
sich an junge Berufsleute, die in ihrer Lehre bereit sind, «eine Extrameile zu
gehen oder eine besondere Hürde zu bewältigen». So umriss es Stephan Schneider,
Präsident des RC Sissach-Oberbaselbiet und Initiator.
Ende April wurde die Auszeichnung in Diegten nun erstmals
verliehen. Gestiftet wurden die Preise – eine Urkunde und 500 Franken Preisgeld
– von den beiden Clubmitgliedern Andreas Lendi und Leo Jenni sowie von
Postfinance. Sie gingen an zwei junge Männer und eine junge Frau, alle aus dem
Oberbaselbiet: an die Landschaftsgärtnerin Mirjam Häfelfinger, die an den
letztjährigen SwissSkills mit hohem Engagement teilgenommen hat und von ihrem
Lehrbetrieb sehr geschätzt wird; an Polymechaniker Joël Zimmermann aus Seltisberg,
den jüngsten der Ausgezeichneten, der sich in der Lehrwerkstätte Basel
zielgerichtet auf den Beruf des Flugzeugmechanikers vorbereitet; und an Aaron
Bucher aus Känerkinden.
Der 19-jährige Aaron Bucher, der Älteste unter den
Preisträgern, lässt sich zum Polymechaniker ausbilden. Er wird von seinem
Arbeitgeber, der Rego-Fix in Tenniken, als «Tüftler und Schaffer mit Ausdauer
und hohen Zielen» beschrieben. Auch er nahm an den SwissSkills in Bern teil und
kehrte von dort mit einer Bronzemedaille heim. Den Abend genoss er, obwohl am
Folgetag seine praktischen Abschlussprüfungen anstanden.
«Der Preis ist für mich Motivation und Bestätigung
zugleich», sagt er hinterher. Seine Vorstellungen, wie es nach seiner Lehre mit
ihm weitergehen soll, sind klar: Er möchte bei seinem Arbeitgeber bleiben und
sich dort zum Berufsbildner entwickeln. «Danach wartet das Militär. Weiter will
ich nicht planen», sagt Aaron Bucher, der wie Mirjam Häfelfinger bei
Zunzgen-Sissach Eishockey spielt.
Zum Anlass in Diegten gehörte auch ein Interview mit Beat
Röthlisberger, der vom Banklehrling zum heutigen CEO von Postfinance mit 4000
Mitarbeitern und über zwei Millionen Privatkunden aufgestiegen ist. Nach Fragen
zum Finanzplatz Schweiz und seinem Werdegang wurde der frühere BLKB-Mann gebeten,
den drei Ausgezeichneten einen Rat für ihren Berufsweg mitzugeben. Das tat er
gleich doppelt: «Schaut, dass euch an eurem Arbeitsort Wertschätzung
widerfährt», und ergänzt, «und füllt jetzt im Beruf euren Rucksack, so gut es
geht. Bald ist es zu spät.»