Prestige, Partnerschaft und Passion für das Dienen

Monday, November 10, 2025

Denise Lachat

Die Rotary D1990 Uni, die an der Lausanner Hotelfachschule organisiert wurde, brachte Rotarierinnen und Rotarier aus dem gesamten Distrikt zu einem Tag zusammen, der ganz im Zeichen des Ortes stand – anspruchsvoll und herzlich. Dynamische Workshops, inspirierende Projekte und gastronomische Köstlichkeiten prägten die Ausgabe 2025.

Der elegante und lichtdurchflutete Rahmen der renommierten École Hôtelière de Lausanne (EHL), wo die Rotary D1990 Uni 2025 stattfand, schien wie geschaffen, um Exzellenz und Engagement zu feiern – und Rekorde. In der Aula zeugten nicht weniger als 370 angemeldete Teilnehmer, zu denen noch etwa zwanzig spontan hinzugekommene Rotarier hinzukamen, vom Erfolg der Veranstaltung. In der weitläufigen Halle luden etwa zwanzig Stände das Publikum ein, die Vielfalt der Rotary-Projekte zu entdecken. So war es kaum verwunderlich, dass Governor Jouni Heinonen an diesem Samstag, dem 8. November 2025, vor Freude und Dankbarkeit über diesen gemeinsamen Erfolg strahlte, der dank der breiten Unterstützung bei dessen Organisation möglich gemacht worden war. „Gemeinsam und in Freundschaft handeln“, erinnerte der gebürtige Finne an sein Motto, das für ihn den Geist von Rotary perfekt zusammenfasst.

Dieser Geist spiegelt sich nach den Worten des Governors auch in den Projekten von Rotary wider, von denen fünf auf der Uni vorgestellt wurden: Moléson, Street Kids, Rise up Girls and Boys, Jugendaustausch und PolioPlus.

Die Wirkung der gemeinsamen Erfahrung laut Christine Büring

All diese Initiativen werden von begeisterten Rotarierinnen und Rotariern mit viel Enthusiasmus vorangetrieben, deren ansteckende Energie auch Christine Büring, Direktorin von Rotary International für die Zonen 15 und 16 (Schweiz, Liechtenstein und Deutschland), nicht unbeeindruckt liess. In ihrer Rede, die die gebürtige Deutsche und ehemalige Studentin der EHL abwechselnd auf Französisch und Deutsch hielt, betonte Christine Büring die Bedeutung des konkreten Handelns innerhalb von Rotary: „Ein Lunch reicht nicht aus, um eine Freundschaft aufzubauen: Es sind die gemeinsamen Erfahrungen, die eine Freundschaft schaffen – und die uns im Grunde genommen formen.“ Sie erinnerte daran, dass aus kleinen Samen grosse Projekte entstehen und gedeihen, und nannte als symbolträchtiges Beispiel die PolioPlus-Aktion: «Wir haben ganz klein angefangen und es schliesslich geschafft, eine Krankheit fast vollständig auszurotten. Das ist wirklich das Wunder von Rotary», rief sie bewegt in den Saal.

Rotary „pitchen“

Nach der Kaffeepause stand Arbeit auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten aus neun thematischen Workshops wählen an dieser Ausgabe der Uni, die der Governor bewusst interaktiv gestalten wollte. Zur Auswahl standen: Polaris, Rotary Foundation, neue Mitglieder, Treffen mit den Präsidenten, Jugendaustausch, der Berufsdienst und – zum ersten Mal – ein Workshop zum Thema Kommunikation. Dieses Thema liegt Jouni Heinonen am Herzen, der es zu einem der Schwerpunkte innerhalb des Distrikts machen möchte. Zu diesem Zweck wurde die Funktion eines Kommunikationsbeauftragten geschaffen, die nun François Bernard, Past-Präsident des RC Martigny und zudem zufälligerweise ehemaliger Student der EHL, innehat. François Bernard ist dabei, ein Kommunikationsteam für den Distrikt 1990 aufzubauen, mit einem klaren Ziel: in jedem Club einen Kommunikationsbeauftragten zu benennen, um den Informationsfluss sowohl innerhalb als auch ausserhalb von Rotary zu verbessern. „Man muss kein Kommunikationsprofi sein“, versicherte François Bernard den rund vierzig Teilnehmern seines Workshops.

Diese wurden in sechs Gruppen aufgeteilt, von denen jede zehn Minuten Zeit hatte, um originelle Ideen zu entwickeln, um für Rotary zu werben – durch ein aussagekräftiges Foto, einen eingängigen Titel oder ein prominentes Mitglied. Die abschliessenden "Pitches", die im Plenum vorgestellt wurden, zeigten nicht nur, wie viel Spass die Teilnehmer an der Übung hatten, sondern auch ihre Kreativität und ihr Engagement.

Der Sinn für das Dienen

Natürlich kann man keine Rotary Uni in den prestigeträchtigen Räumlichkeiten der EHL organisieren, ohne die Parallelen zwischen dieser weltbekannten Institution und der grössten Serviceorganisation der Welt anzusprechen. David Platel, Präsident des gastgebenden Clubs RC Jorat, hob daher die gemeinsamen Werte hervor, die beide Welten verbinden: Disziplin, Leidenschaft und Sinn für das Dienen, begleitet von Wohlwollen und Respekt. „Sowohl an der EHL als auch bei Rotary steht der Mensch im Mittelpunkt“, betonte er. Für David Platel ist Dienen eine Lebenseinstellung – so wie Rotary laut Christine Büring eine echte Lebensphilosophie darstellt. Eine weitere Verbindung zwischen der EHL und Rotary lag auf der Hand: das gemeinsame Essen. Philippe Gobet, ausgezeichnet als Meilleur Ouvrier de France und Botschafter der Exzellenz der EHL-Gruppe, nennt die Gastronomie ein Instrument des kulturellen Austauschs. In einer inspirierenden und persönlichen Präsentation lud er das rotarische Publikum ein, „gemeinsam eine bessere Welt zu kochen“ . Nach der Verleihung der Auszeichnungen an die Clubs war es denn auch Zeit für kulinarische Genüsse. Zum Stehlunch wurden raffinierte Kreationen von den Talenten der berühmten Küche der EHL aufgetischt, wahre gastronomische Juwelen – fast zu schön, um gegessen zu werden.

Governor Jouni Heinonen spricht vor fast 400 Teilnehmern – ein Rekord

«Die richtige Info auf dem richtigen Kanal»: Blick in den Workshop Kommunikation

Rotarische Projekte an rund 20 Ständen in der Hotelfachschule Lausanneaient des projets rotariens dans le hall de l’EHL