Gemeinsam Wirkung entfalten

söndag 1 mars 2026

DGE Dieter Bambauer

Mehr als 500 zukünftige Governors aus aller Welt trafen sich in Orlando zur Rotary International Assembly. Für die drei Schweizer Governors elect wurde die Woche zur intensiven Vorbereitung auf ihr Amt – und zu einem eindrücklichen Erlebnis gelebter rotarischer Gemeinschaft.

«Geniesst es.» Mit diesen Worten begrüsste Holger Knaack, Rotary-Weltpräsident 2020/21 und aktueller Chair der Rotary Foundation, am Vorabend der Rotary International Assembly auch uns drei Schweizer Governors elect in kleiner Runde zu einem herzlichen Apéro.

Wir nahmen uns dieses Motto zu Herzen – und rückblickend darf man sagen: Es wurde der perfekte Auftakt zu einer aussergewöhnlichen Woche.

Dieses Jahr versammelten sich mehr als 500 zukünftige Governors aus allen Teilen der Welt, begleitet von ihren Partnerinnen und Partnern, zur zentralen Schulungsveranstaltung. Austragungsort war auch dieses Jahr Orlando, Florida. Für fünf intensive Tage wurde eines der grössten Kongresszentren der Region zu unserem gemeinsamen Lern‑, Austausch‑ und Begegnungsort.

Ziel der Rotary International Assembly ist die abschliessende Vorbereitung auf die verantwortungsvolle Aufgabe als Distrikt Governor. Im Zentrum steht dabei stets das Jahresmotto des zukünftigen Weltpräsidenten – als Orientierung, Inspiration und Leitplanke für die individuelle Ausgestaltung der Arbeit im eigenen Distrikt.

«Create Lasting Impact»: Dieses kraftvolle Motto wird Rotary weltweit im kommenden Jahr begleiten. Präsident elect Yinka Babalola verstand es eindrücklich, dessen Bedeutung herzuleiten, indem er die Begriffe Input, Output, Outcome und schliesslich Impact in einen logischen Zusammenhang stellte. Für uns Rotarier bedeutet dies, den Fokus unseres Handelns konsequent auf Wirkung und nachhaltigen Nutzen zu legen.

Die vier Schulungstage waren hervorragend organisiert. Plenarveranstaltungen wechselten sich mit intensiven Workshops in kleinen, international zusammengesetzten Gruppen ab.

In den Workshops wurden Fragestellungen behandelt, mit denen jede zukünftige Governorin und jeder zukünftige Governor konfrontiert sein wird. Der offene Austausch brachte überraschende und oft eindrückliche Erkenntnisse zutage: Die Ausgangslagen und Herausforderungen in den Distrikten rund um den Globus sind höchst unterschiedlich – und doch eint uns ein gemeinsames Ziel und ein gemeinsames Werteverständnis.

Auch die Partnerinnen und Partner absolvierten ein anspruchsvolles und bereicherndes Programm. Die international zusammengesetzten Workshops boten Raum für Austausch, Perspektivenwechsel und persönliche Begegnungen.

Zur Vertiefung zentraler rotarischer Themen hatte Rotary International erneut einen beeindruckenden Kreis von Referenten eingeladen. In den Plenarsitzungen ebenso wie bei den abendlichen Veranstaltungen vermittelten sie Impulse, die nachwirken und inspirieren.

Die Vielfalt von Rotary wurde eindrücklich während der «Night of Culture» erlebbar. Alle Länder waren eingeladen, sich an kleinen Ständen landestypisch zu präsentieren. Die Schweiz war dabei hervorragend vertreten – nicht zuletzt dank der klugen und kreativen Vorbereitung von Monika Loretan und Sabine Meyer. Selbst unser zukünftiger Weltpräsident Yinka liess es sich nicht nehmen, gemeinsam mit seiner Gattin an unserem Stand vorbeizuschauen.

Was bleibt von dieser Woche? Die tiefe Erkenntnis, dass die rotarische Welt bei aller Vielfalt und Unterschiedlichkeit geeint ist – in ihren Zielen, in ihrem Engagement und in ihrem Willen, nachhaltig Wirkung zu entfalten. Freundschaften wurden geschlossen, zahlreiche Kontakte geknüpft. Die drei Schweizer Distrikt Governor elect haben sich als Team gefunden und werden ihre Aufgabe mit Freude, Respekt und Zuversicht angehen. Neugierde haben wir als zentrale rotarische Handlungsmaxime neu entdeckt und bewusst verankert.

Unser besonderer Dank gilt der grossen Zahl an Freiwilligen aus allen Teilen der Welt – als Organisatoren, Wegweiser oder Facilitators. Ohne ihr Engagement wäre eine derart professionelle und zugleich herzliche Veranstaltung nicht möglich.

René Loretan, Urs F. Meyer und Dieter Bambauer (von links) vertraten die Schweiz an der Rotary International Assembly in Orlando