Begegnung der Kulturen

maandag 24 augustus 2026

Rot. Rainer Mohler

Während zwei Wochen schenkten die acht Freiburger Rotary Clubs 25 Kindern aus Armenien weit mehr als nur Ferien: Sie ermöglichten ihnen eine Zeit voller Freundschaft, Entdeckungen und Hoffnung.

Am Samstag, 27. Juni, war der Abschied am Flughafen Zürich-Kloten von grosser Emotionalität geprägt. Nach zwei Wochen im Kanton Freiburg traten 25 armenische Kinder die Heimreise an – mit Koffern voller Erinnerungen und Herzen voller neuer Begegnungen. Hinter den lächelnden Gesichtern und herzlichen Umarmungen verbarg sich ein aussergewöhnliches humanitäres Projekt, das dank des Engagements der acht Freiburger Rotary Clubs möglich wurde. Sie sind in der Vereinigung «Bol d’Air» zusammengeschlossen, die von Daniel Andrey präsidiert wird.

Die RC Fribourg, Fribourg-Sarine, Fribourg-Cité, Bulle, Châtel-St-Denis, Murten, Payerne-La Broye und Romont finanzieren diese humanitäre Aktion gemeinsam und wechseln sich bei der Organisation des alle zwei Jahre stattfindenden Ferienlagers für Kinder aus benachteiligten Regionen ab. Im Jahr 2026 lag diese Verantwortung beim RC Romont unter der Leitung von Charles Phillot, unterstützt vom RC Châtel-St-Denis.

Zu den zahlreichen Initiativen gehörte auch ein grosser Solidaritätsabend des RC Romont, der auf Initiative seines Präsidenten Daniel Clerc unter dem Titel «Écho d’Arménie – Hommage à Charles Aznavour» organisiert wurde. Darüber hinaus erhielt das Lager Unterstützung aus verschiedenen Bereichen der rotarischen Familie. Der RC Fribourg-Sense, Rotaract sowie Inner Wheel leisteten auf unterschiedliche Weise einen wertvollen Beitrag und unterstrichen damit die grosse Solidarität rund um dieses humanitäre Projekt.

Als die Kinder am 13. Juni in der Schweiz ankamen, schien alles ganz selbstverständlich zu verlaufen. Hinter dieser scheinbaren Leichtigkeit verbarg sich jedoch mehr als ein Jahr intensiver Vorbereitung – von der Finanzierung über die Ausarbeitung des Programms bis hin zur Organisation von Unterkunft, Transport, Bewilligungen und der Gewinnung freiwilliger Helfer. Während des gesamten Lagers begleiteten Rotarierinnen und Rotarier gemeinsam mit Freiwilligen die Kinder und sorgten als Fahrer für sämtliche Transporte.

Untergebracht waren die Kinder im Chalet Saint-Laurent in La Biéla oberhalb von La Roche. Von dort aus entdeckten sie den Kanton Freiburg und seine Umgebung von ihrer schönsten Seite. Kultur- und Naturausflüge, Wanderungen, sportliche Aktivitäten, kreative Workshops, kulinarische Entdeckungen sowie Begegnungen mit den verschiedenen Rotary Clubs sorgten für ein abwechslungsreiches Programm, das Staunen, Lernen und Freude miteinander verband.

Zu den symbolträchtigsten Momenten gehörte der gemeinsame Tag mit mehreren Klassen des Schulkreises Fétigny-Ménières. Bei den gemeinsamen Aktivitäten verschwanden die Sprachbarrieren rasch und machten Platz für Spiele, Lachen und gegenseitige Neugier. Dieser Tag brachte den Geist des «Camp Bol d’Air» besonders eindrücklich zum Ausdruck: Begegnungen zwischen Kulturen fördern, Offenheit gegenüber anderen stärken und Kindern zeigen, dass sie trotz aller Unterschiede dieselben Träume, dieselben Spiele und dieselben Lächeln teilen.

Paddelglück im Kajak: 25 Kinder aus Armenien waren zu Gast im Ferienlager Camp Bol d’Air. (Foto: zvg)